„Fremdzitat: This is no touristic place!“

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slow bike calendar Mazedonien, 04.05.-10.05.2011

Der Wetterbericht verhiess nichts Gutes als wir von Stip weiter Richtung Osten aufbrachen. Wir planten deswegen keinesfalls im Freien zu übernachten. Mittags kehrten wir auf Kebap, Pommes frites, Burek und Baklava ein und erkundigten uns bei der Nachbartischgesellschaft nach den Übernachtungsmöglichkeiten auf der weiteren Strecke. Trotz gegenseitiger Sprachbarriere war verständlich, dass der Ort Istibanya Hotels aufweist. Als wir das Örtchen gegen 18 Uhr erreichten, mussten wir leider das Gegenteil feststellen. Wieder holten wir den Rat von (diesmal deutschsprachigen) Einheimischen: 14 km weiter, in Makedonska Kamenica gebe es Hotels. Demokratisch wurde beschlossen weiter zu fahren. Die Burschen waren sich einig, dass Zurückradeln nicht in Frage kommt.

Ich startete eher verärgert los. Einzig die wunderschöne felsig-grüne Schlucht in die wir hinein radelten, konnte mein Verlangen nach dem schönen SPA-Hotel, das 4 km hinter uns lag, etwas besänftigen. Die Strecke führte uns zu einem Stausee, dessen Höhe der Staumauer es zu überwinden galt. Oben angekommen bewunderten wir die spektakuläre Aussicht auf eine schneebedeckte Bergkette (siehe Foto „Stausee in Ostmazedonien“).

Bei Einbruch der Dämmerung erreichten wir endlich die kleine Stadt Makedonska Kamenica. Zu unserer Verwunderung fanden wir nur verwaiste Hotelburgen im Sowjetstil. Nach Rückfragen erhielten wir von einem erstaunten jungen Mann die freundliche Erklärung, weswegen es hier keine Hotels mehr gebe: „this is no touristic place“.

Eine Zeltnacht erwartete uns. Wir fuhren wieder aus der City, rein ins 9 Grad Celsius-Campingvergnügen und landeten in einer Kuhwiese mit Blick auf den See – glücklicherweise ohne den prognostizierten Regen. Es handelte sich um einen unserer schönsten Zeltplätze (siehe Foto).

Verblüfft hat uns:

Neuaufstellung von Monumenten im Stadtzentrum in Form von neuen Statuen alter Herren (z. B. wird momentan an einem riesigen Podest für eine deutlich überlebensgrosse Statue von Aleksander dem Grossen gebaut. Sie wird alle umgebenden Häuser des Hauptplatzes überragen), eines römischen Triumphbogens etc.
Reisanbau
• Dass die idyllisch am Beginn eines Stausees gelegene Stadt Makedonska Kamenica keinerlei Unterkünfte für Touristen anbietet.

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