Tunnelfahrt der anderen Art

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slow bike calendar Montenegro, 24.-28.04.2011 slow bike

Montenegro empfing uns mit Ostereiern und verabschiedete sich mit einer traumhaften Kulisse, den Blick über den Skadarsee, den sich Montenegro und Albanien im Verhältnis 2:1 teilen. Die nächtlichen Bootsfahrten am See sollen übrigens aufgrund Zigarettenschmuggels bemerkenswert sein.

Dazwischen lag die Bucht von Kotor, ein ausgestorbener Campingplatz mit alten Wohnwägen, die Stadt Budva, ein spektakulärer 4,5 km langer Tunnel und Speisefisch aus dem Skadarsee.

Nach der Besichtigung der alten Stadt Budva beschlossen wir nach Virpazar zu radeln, um die Klosterroute entlang des Skadarsees zu pedalen. Zuvor galt es jedoch eine Bergkette zu überwinden. Bernhard beschloss den Pass zu nehmen, Nora und ich bevorzugten einen Tunnel. Dort angekommen, begann es bereits leicht zu regnen und dummerweise war am Portal ein grosses Fahrverbot für Fahrräder angebracht. Als wir gerade losstarteten, um unerlaubterweise dieses Hindernis zu überwinden, hielt ein Wagen der „Strassenbaumeisterei“. Die Fahrräder waren schnell verstaut, nur unerklärlicherweise wollte der gute Mann sie nicht auf die Ladefläche legen, sondern stehend transportieren. Schnell war uns klar, dass wir beide auch „hinten“ mitfahren durften. So standen wir mit unseren Rädern auf der Ladefläche, hielten uns an der Fahrerkabine fest und fuhren mit Einsatzlicht durch den Tunnel. Am Ende passierten wir auf diesem Wege kostenlos die Mautstation, da wir ja „mitgefahren“ waren.

Es schüttete, wir zogen unsere Überschuhe an und radelten los. Vorbei an Polizei, die kein Interesse an Radfahrern zu haben schien, die gerade von einem mautpflichtigen Tunnel, der noch dazu nicht für Radfahrer zugelassen war, kamen. In Virpazar im Hotel Pelikan angekommen, stellten wir fest, dass Bernhard, obwohl er den Pass überquerte und wir per „Taxi“ fuhren, bereits vor 30 Minuten eingecheckt hatte - wir wurden unserem Ruf „Slowbiker“ zu sein also wieder einmal mehr als gerecht.

Meine Eindrücke:

  • Die Montenegriner sind äusserst freundlich und hilfsbereit (Camping im Garten eines Restaurants).
  • Wunderschöne Küstenabschnitte mit ex-jugoslawischem Flair.

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